Ein Bild vom Feuerwerk über Plauen... Kein schönes, aber immerhin ist es eins!
Nach den Weihnachtsgrüßen möchten wir natürlich auch ein verletzungsfreies, frohes neues Jahr wünschen! Lasst es euch gut gehen!
Und dann starten wir gleich noch mit einer lustigen News ins Jahr 2009! Jede Krise hat auch seine guten Seiten! Checkt den folgenden Artikel:
Nach der Immobilienblase: Skater-Boom im Swimming Pool
„Wir haben mehr Pools als wir überhaupt zählen, geschweige denn brauchen können“ – das sagt kein Immobilienmakler im Angesicht einer geplatzten Immobilienblase, sondern ein 27-jähriger Skater aus Kalifornien, bevor er sich auf seinem Board in einen geleerten Pool in Los Angeles stürzt.
Einst galt der hauseigene Swimmingpool in den USA als Symbol für suburbanen, mittelständischen Wohlstand – heute erinnern verlassene Schwimmbecken vielmehr an die ökonomische Kernschmelze, die mit dem Untergang der Investmentbank Lehmann Brothers im September dieses Jahres ihren Supergau fand: Die Besitzer gehen unter, während ihre Pools ebenso austrocknen wie Geldströme zwischen Banken mit Liquiditätsproblemen. Tausende Amerikaner verloren ihre mit ungesicherten Krediten gebauten Häuser im Zuge der Zwangsvollstreckung oder sahen sich gezwungen, ihre Pools selbst bei sommerlichen Temperaturen einzuwintern.
So wird Kalifornien, die Mutter der Skater-Kultur, erneut zum El Dorado der Skateboarder, wo etwa Josh Peacock unbenutzte Pools in Fresno ausfindig macht und entleert, um die - bevorzugt nierenförmigen – Schwimmbecken als Halfpipe zu nutzen. Ausgestattet mit einer gasbetriebenen Pumpe, Eimern, Schaufeln und Besen macht sich Peacock – der im Interview mit der New York Times aufgrund seiner illegalen Aktivitäten nur mit einer Abwandlung seines Skater-Namens genannt wird – auf, um die richtige Spielwiese zur Perfektionierung seiner akrobatischen Talente auf dem Skateboard zu finden und in Skaterparks zu verwandeln.
Skater kommen sogar aus Deutschland oder Australien nach Fresno, um trotz drohenden Anzeigen wegen Besitzstörung am neuen Skaterboom teilzuhaben. Der Fußboden und die Couch von Peacocks Wohnung seien in diesen Tagen von Schlafsäcken „couchsurfender“ Skateboard-Bekanntschaften aus aller Welt übersät.
Die Immobilienkrise machts möglich: Josh Peacock hat nicht nur die richtige Ausrüstung um einen unbenutzten Pool zu entleeren, der junge Mann weiß auch, wo diese Pools zu finden sind. Mittels Google Earth oder Immobilienportalen wie realquest.com werden leer stehende Häuser identifiziert, einfacher sind diese Informationen als gesammelte Tipps auf skateandannoy.com zu haben. „Gott schütze Greenspan“, steht dort in einem Posting zu lesen, „Schutzpatron des Pool Skating“.
Für die Pool-Produzenten, -Verkäufer und Besitzer sieht die Sache weniger rosig aus: Aufgrund der strengeren Kreditvergabe können sich viele Kaufwillige kein eigenes Schwimmbecken mehr leisten, laut offiziellen Zahlen verrotten in Kalifornien tausende Pools ungenutzt in den Gärten und ziehen Ratten an. Sogenannte „Grüne Pools“ werden sogar zu Brutstätten für Mosquitos, die das West-Nil-Virus verbreiten. In Sacramento County (Kalifornien) zählt man ganze 5.000 verlassene Becken. 1.000 Dollar Strafe erwartet die Besitzer besonders verkommener Pools, würden die Behörden nur mit der Erhebung der schier unzähligen Fälle nachkommen. „Die Besitzer können oder wollen kein Geld für die Energie und Chemikalien zur Instandhaltung bezahlen“, meint Dirk Voss, der zuständige Verwaltungsbeamte.
So gesehen nehmen die Skater den Behörden bzw. Besitzern sogar die Arbeit ab. Früher habe es Monate gebraucht, um einen geeigneten Pool zum Skaten zu finden, meint Adam Morgan, ein Skater aus Los Angeles: „Jetzt gibt es plötzlich mehr Pools, als ich je skaten könnte. Das ist ziemlich aufregend.“ Wie Josh Hancock fährt auch er mit dem Pickup durch die Stadt um Adressen leer stehende Häuser abzuklappern, die er zum Teil von einem Freund aus der Immobilienbranche zugespielt bekommt. Außerdem hält der „Poolbesetzer“ Ausschau nach totem Rasen und großen Schlössern an den Türen – sichere Zeichen für ein Haus, dass seine Besitzer im Zuge einer Zwangsvollstreckung verloren hat.
Ein Tag wird für die Leerung und Reinigung verplant, dann geht in es blitzartigen Abstechern auf dem Board in die Pools. Meist an Werktagen und während der Arbeitszeit, um jede Aufmerksamkeit von Seiten der Nachbarn oder der Polizei zu vermeiden. Zweimal wöchentlich würden Skater dennoch in leeren Pools von der Polizei erwischt – bisher wurden sie allerdings nur zum Verlassen des Grundstücks aufgefordert, zu Anzeigen kam es nicht, berichtet Guerilla-Skater Josh Peacock.
Text gefunden auf rooster24.com, Bild gefunden auf picasa.com
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